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Chronik >> 1947 - 1969

Die Jahre 1947 - 1969

Im Jahr 1948 trennte man sich wieder von Füramoos und gründete am 17. September 1948 den

Sportverein Bellamont

Die Gründungsmitglieder waren:

Linus Baumann, Karl Birk, Karl Demmel, Franz Dreher, Albert Fakler, Karl Föhr, Wilhelm Föhr, Erwin Forderer, Albert Göringer, Franz Kösler, Paul Maucher, Moritz Merk, Walter Mohr, Josef Neff, Karl Neff, Heinz Nothelfer, Fridolin Reischle, Alois Ries, Eugen Ries, Karl Sproll, Karl Schosser, Anton Vogel, Josef Wohnhas und Paul Wohnhas.

Von der damaligen französischen Besatzungsregierung wurde verlangt, dass ein Sportverein mindestens drei Abteilungen haben musste. So wurde neben dem Fußball noch die Abteilung Schwimmen und Skilaufen gegründet.

Diese beiden Abteilungen bestanden auf dem Papier und hatten Abteilungsleiter. Wie jedoch berichtet wurde, wurden diese sportlichen Betätigungen nicht ernsthaft betrieben.

Die Gründungsmannschaft des Sportvereins Bellamont spielte sehr erfolgreich. Bereits in der Saison 1950/1951 wurde der Aufstieg in die Bezirksklasse Riß geschafft.

Da zu dieser Zeit das Geld noch ziemlich knapp war, hatte man oft am Morgen vor einem Heimspiel noch keinen Fußball zum Spielen. In dieser "Finanznot" half dann oft Sigmund Sproll, der bei seinen Eltern etwas Geld besorgen konnte, so dass einer der Spieler mit dem Motorrad noch schnell nach Ochsenhausen zum "Oberen Ziesel" fahren konnte und dort einen Ball besorgte. Wenn dieser Ball dann das ganze Spiel hielt, waren die Spieler immer heilfroh.

Neben dem Fußballspiel wurde zu dieser Zeit immer im Wechsel mit dem Musikverein auch ein Weihnachtstheater im Gasthaus "Zum Hirsch" aufgeführt und auch in der Fasnet war man damals schon mit Eifer dabei.

Die 50-ziger und 60-ziger Jahre des Sportvereins Bellamont waren in sportlicher Hinsicht geprägt von sehr guten Erfolgen. Vor allem in Pokalwettbewerben und Pokalturnieren spielte Bellamont immer vorne mit. Die riesige Pokalsammlung in der Vereinswirtschaft "Zum Hirsch" zeugt von diesen Erfolgen.

Aus dieser Zeit ist auch zu berichten, dass bei der Passkontrolle vom Schiedsrichter beanstandet wurde, dass aus den Lederstollen die "Nägel" herausschauten, so dass diese zuerst vom Schmied abgeschliffen werden mussten.

Zu den Auswärtsspielen konnte man zu dieser Zeit schon ab und zu mit dem Bus von "Ertl`s Josef" fahren. Dieser hatte jedoch so seine Tücken. So musste zum Beispiel auf dem Weg zu einem Turnier nach Kehlen im Bus die Regenschirme aufgespannt werden, da das Dach des Busses nicht mehr richtig dicht war. Natürlich wurde noch zu vielen Spielen mit dem Fahrrad gefahren. Zur Abfahrt trafen sich die Spieler und Zuschauer immer an den Linden beim "Hirsch". Da die Fahrräder zu dieser Zeit nicht immer verkehrstauglich waren, musste schon manchmal ein Umweg in Kauf genommen werden, wenn das Licht am Fahrrad nicht funktionierte und die Polizei gerade den normalen Nachhauseweg kontrollierte.

Auch die Spiele gegen den Sportverein Steinhausen waren damals schon große Erlebnisse. Zur Vorbereitung auf ein solches Spiel traf man sich nach der Kirche im Garten von "Metzgers" und besprach die Taktik und Aufstellung. Als der Sportverein Steinhausen dann mit 4:0 besiegt wurde, ging es anschließend gleich zum "Hirsch". Später marschierte dann die ganze Mannschaft, noch immer in voller Spielkleidung, zum "Cafe". Dort wurde aufgestellt, es wurden die "Blauen Dragoner" gesungen und der Umzug ging wieder zurück zum "Hirsch".

Die Geschichte des Sportvereins Bellamont ist auch eng mit dem Namen "Sigmund Sproll" und der Vereinsgaststätte "Zum Hirsch" verbunden. Sigmund Sproll war die treibende Kraft und "gute Seele" des Sportvereins. Die schriftlichen Angelegenheiten wurden im Wohnzimmer der Familie Sproll erledigt, da dort eine der wenigen Schreibmaschinen stand.

Obwohl auch bereits in den Anfangsjahren eine gewählte Vorstandschaft vorhanden war, wurden beim "Max" die wichtigen Entscheidungen am Stammtisch getroffen, da sich dort die Fußballer trafen und oft nächtelang diskutierten.

Erst nach er Übernahme der Vereinsführung durch Franz Lämmle im Jahr 1966 wurde die Führung des Vereins etwas geregelter, d.h. es wurden Ausschusssitzungen durchgeführt und Protokolle geschrieben.